Unternehmensvisite bei Franke vom 18. Mai 2016

 

Die FDP besichtigt die Heizzentrale der FRANKE AG Aarburg


Die FDP Aarburg organisiert jedes Jahr den Besuch eines Unternehmens der Region, wozu meistens auch die FDP-Ortsparteien der Umgebung eingeladen werden. An der Besichtigung der Heizzentrale der FRANKE nahmen neben den Aarburgern auch FDP-Mitglieder aus Oftringen und Rothrist statt.

 

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Eine erstaunlich kleine, dafür umso interessiertere Gruppe war’s, keine 20 Personen, die sich über die wegweisende und innovative Holzheizung der Franke Aarburg orientieren wollte.

Die in all ihrem Tun sehr auf Nachhaltigkeit bedachte FRANKE-Gruppe, mit 72 Niederlassungen in 37 Ländern auf 4 Kontinenten eines der wichtigsten und grössten Unternehmen der Region, hat mit der modernen Holzschnitzelheizung einen weiteren Meilenstein im Energiemanagement gesetzt. Seit April 2015 produziert Franke CO2-neutral!

 

Armin Meier, seit vielen Jahren Berater der Franke AG, erläuterte sehr anschaulich, was für Überlegungen Franke zu dieser speziellen Heizung geführt haben. Franke hat zum Beispiel bei in den letzten sechs Jahren ungefähr gleichbleibender Produktion den Energieverbrauch um satte 28% senken können. Und man macht weiter auf diesem Weg. So wird im Verlauf der Sanierung eines Gebäudes für 690k CHF gleich eine 3‘060 m2 grosse PV-Anlage montiert.

 

Die Holzschnitzelheizung

«Bereits seit einem Jahr ist sie im Einsatz und läuft jetzt einwandfrei», sagt Stefan Müller, der die Anlage bedient. Sie besteht aus zwei Holzkesseln und einem Ölkessel. Letzterer kommt nur an sehr kalten Tagen (2x pro Jahr) oder bei Pannen (bisher nie) zum Einsatz.

 

Für die Holzheizung werden im Jahr 8‘000 m3 Schnitzel verbraucht. Damit werden rund 800‘000 Liter Heizöl ersetzt und 1‘350 Tonnen CO2 eingespart. Die Holzschnitzel werden ausnahmslos von den Aarburger Forstbetrieben, der Ortsbürgergemeinde, bezogen.

Als Energiespeicher werden die früheren vier 100‘000 Liter-Öltanks verwendet, deren Wasserinhalt auf 95° erhitzt wird. Weil eine Holzheizung natürlich träger reagiert als eine Ölheizung, verfügt man sogar über eine Meteo-Steuerung. Mit Kenntnis des Wetters der nächsten 24 Stunden kann die Holzheizung optimal eingestellt werden.

An Abfall aus den 8‘000m2 Schnitzel entstehen knapp 17 m3 Asche, rund 19 Tonnen, die entsorgt werden müssen.

 

Beim Aufheizen der immer etwas Feuchtigkeit enthaltenden Holzschnitzel entstehen 10 bis 15% Abwärme, die dann für die Beheizung der geplanten Siedlung Stadtblick (Gishalde/Steinbillen), Stichwort «2000 Watt-Gesellschaft», verwendet werden. Diese Abwärme könnte sonst wegen der relativ geringen Wärme nicht verwendet werden. So wird die gesamte Siedlung von 36‘000 m2 Wohn- und Büroflächen, resp. ca. 300 Wohnungen, zu 100% durch Abwärme der Holzschnitzelheizung versorgt.

2000W-Gesellschaft bedeutet übrigens, dass pro Person und Jahr 17‘500 kWh verbraucht werden dürfen (2000W x 365 Tage x 24 Stunden), ein Ziel, das in der ganzen Schweiz erst im Jahre 2‘150 erreicht werden soll.

 

Nach der ausführlichen Theorie und vielen Fragen der interessierten Zuhörer, ging’s dann «ins Feld», wo nach dem grossen Holzschnitzelsilo auch die Transportschnecke, die die Schnitzel zu den Öfen führt, besichtigt wurde. Die beiden grossen Holzkessel (Nummer 1 ist immer in Betrieb), die vielen Rohre und Nebenanlagen, waren ausserordentlich beeindruckend. Die Gelegenheit zum Fragen und Diskutieren mit den beiden Franke-Führern wurde rege wahrgenommen.

 

Wieder zurück beim Franke Info-Center, bedankte sich der Organisator, FDP-Vorstandsmitglied Fredy Nater, bei den Herren Armin Meier und Stefan Müller, dass sie sich Zeit genommen hatten für die beeindruckende Führung, mit einem kleinen Präsent. Die meisten FDP-Teilnehmer aus Aarburg, Oftringen und Rothrist liessen den Abend dann noch in einem nahen Aarburger Restaurant ausklingen.

 

Heiny Volkart

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Bericht Heiny Volkart Unternehmensvisite Franke Holzschnitzelheizung FDP Aarburg